Dr. Otto Kronthaler

Otto Kronthaler stammt ursprünglich aus dem oberbayerischen Schrobenhausen. Mit 15 Jahren nahm er den ersten Klarinettenunterricht beim damaligen Soloklarinettisten der Augsburger Philharmoniker, Georg Lechner. Von ihm wurde er nach dem Vorbild der Wiener Klarinettenschule unterrichtet, was ihn für sein ganzes Leben musikalisch prägen sollte.

Nach dem Abitur absolvierte er seine Wehrdienstzeit im Münchner Luftwaffenmusikkorps Neubiberg. Danach studierte er zunächst das Lehramt für Realschule mit den Fächern katholische Religionslehre und Musik an der Universität Augsburg. Nach dem Staatsexamen entschloss er sich ein privates Klarinettenstudium zu beginnen und gewann bereits nach einem guten halben Jahr ein Probespiel bei den Nürnberger Symphonikern, das zu einer Festanstellung führte. Nachdem ihn in der Folge eine Gesichtslähmung ereilte, musste er seine Karriere vorerst beenden. Daraufhin begann er eine Umschulung als Holzblasinstrumentenmacher, die er schon nach 18 Monaten mit dem Gesellenbrief abschließen konnte. Im dortigen Betrieb lernte er seine spätere Frau Johanna kennen. Gemeinsam wählten sie von da aus den Weg in die Selbständigkeit und konzipierten völlig neue Klarinetten, die es ihm ermöglichten, wieder als Klarinettist aufzutreten. 1989 wurde an der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen (Rhön) eine Lehrstelle mit den Fächern Klarinette/Saxophon für ihn eingerichtet. Es folgten Aushilfstätigkeiten in verschiedenen Orchestern sowie kammermusikalische und solistische Auftritte. Parallel dazu arbeitete er an seiner Promotionsarbeit, die er nach fast zehn Jahren Forschung an der HDK Berlin im Jahre 2000 vollendete. Dem ersten Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Würzburg folgte eine fast zehn Jahre währende Vertretungsprofessur an der Hochschule für Musik Karlsruhe und ein Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik und Kunst Mannheim. Besonders hervorzuheben sind seine regelmäßigen Tätigkeiten in namhaften Orchestern wie dem Balthasar-Neumann-Ensemble unter der Leitung von Thomas Hengelbrock und dem Concentus Musicus Wien unter der Leitung von Nicolaus Harnoncourt während dieser Zeit.

2005 zog er mit seiner Frau und dem gesamten, wachsenden Klarinettenbaubetrieb von Bad Neustadt nach Karlsruhe-Durlach.

Mit 50 Jahren beendete er seine Lehr- und Konzerttätigkeit, um sich nun mit allen verfügbaren Kräften den Neuentwicklungen im Klarinettenbau zu widmen.

 

In der Firma von Johanna Kronthaler berät er mit seinem gesammelten Wissen und seiner langjährigen Erfahrung interessierte Kunden.

Wenn er nicht gerade arbeitet, kann man ihn beim Wandern im Elsaß oder auf einem der Jakobswege antreffen.


Diskografie

  • Klarinette light (Ambitus) 
  • Trio giocoso (Ambitus)
  • Louis Spohr: Sechs deutsche Lieder / Karl Stamitz:Konzert für Klarinette, Fagott und Orchester, Würzburger Kammerorchester (WKO)
  • Crespino und König Tulipan, Meinrad Schmitt (Cavalli records)
  • Bassetthornkonzerte (Ambitus)
  • Mozart Requiem, Concentus Musicus Wien, Harnoncourt (DHM) Bassetthorn / historisch

 

Veröffentlichungen

  • Das Klarinettenblatt, Otto Kronthaler, Moeck Verlag 1993
  • Grundlagen für sinnvolles Klarinette üben – Probleme und Möglichkeiten unter besonderer Berücksichtigung des individuellen Ansatzes, bzw. instrumentenspezifischer Problematiken. Dissertation 2000, HdK Berlin

Johanna Kronthaler

Meisterwerkstätte für Klarinettenbau

Seboldstr. 32, 76227 Karlsruhe-Durlach, Deutschland

Tel.: +49-(0)721-9213577 (Mo-Do: 14-17 Uhr, bzw. AB)

kontakt@kronthaler-klarinetten.de